Rotweinvergiftung! Heiliger Martin tot!

Martin von Tours wäre heute 1750 Jahre alt geworden. Wie mir seine Söhne Oliver, Fritz und Christoph mitteilten, sind keine großen Feierlichkeiten geplant. Am 17.11. gibt es allerdings eine fette Theaterperformance. Unterstützt werden sie dabei von ihrer Cousine Johanna und dem Cousin Günter. Ja! Das sind St. Martins Erben. Alle verarmt. Geistig jedoch noch fit  und am Höhepunkt ihres Schaffens.

Das Burgenland bietet mit seinen unendlichen Weiten den perfekten Nährboden für Theater. Das politische Theater boomt seit Jahren. Die Protagonisten sind seit Jahrhunderten an der Macht. Ein Mitglied der Landesregierung hat St.Martin noch persönlich gekannt. Das Burgenland hat alles was man zum Leben braucht: Wein, Landschaft und Pendlerbusse. Unter der Woche verbringt der typische Burgenländer die Zeit im Bus. Am Wochenende ist er dem Wein zugetan. Für das Weib und die Familie bleibt jedoch auch Zeit. Meistens am Sonntag Nachmittag. Der Landesfeiertag wird mit einem fetten Gans gefeiert. Der Legende nach hat der heilige Martin eine Gans bei einem ÖVP Stelzenschnapsen, dass traditionell immer in der Fastenzeit stattfindet, gewonnen. Die Stelzen waren leider schon aus. Aber Martin  war so ein fantastischer Schnapser! Er musste  dann ins Exil nach Frankreich, da er sich kulinarisch immer mehr der Ente angenähert hat. Aber heute wünschen wir ihm alles Gute. Zum Geburtstag! Oder doch zum Sterbetag? Laut Wikipedia ist er am 8.11.367 an einer französischen Rotweinvergiftung gestorben. Wäre er nur im Burgenland geblieben!