Abgesetzt! Oida!

Was darf Satire? Alles meine ich! Aber ich bin ja Besserwisser, Querulant und sowieso anders. Eigentlich bin ich wie ich bin. Manchmal will ich meine Meinung kundtun – manchmal nicht. Die Dummheit die teilweise vorherrscht tut schon sehr weh. Und ich glaube, dass das nicht arrogant ist, sondern bittere Realität.

Eine eigene Meinung haben grenzt in den Köpfen so mancher an Besserwisserei.

Gestern war wieder so ein Moment wo man nur den Kopf schütteln kann. So schreibt die Website domradio.de:

Nach heftigen Protesten in Brasilien soll Netflix eine umstrittene Jesus-Parodie aus dem Programm nehmen. Der Film, der Jesus als homosexuelle Witzfigur darstellt, sorge in der “mehrheitlich christlichen Gesellschaft Brasiliens” für Unruhe, so der Richter.

Ein Gericht in Rio de Janeiro hat den US-Streamingdienst Netflix angewiesen, sein umstrittenes Weihnachtsspecial “The First Temptation of Christ” (Die erste Versuchung Christi) abzusetzen. Das berichteten örtliche Medien am Mittwoch (Ortszeit). Nach einer Protestwelle gegen den Film war zu Weihnachten ein Brandanschlag gegen die Produktionsfirma in Rio de Janeiro ausgeführt worden.

Online-Petition gegen den Film

Der 46 Minuten lange Film hatte bereits seit seiner Veröffentlichung Anfang Dezember für Kontroversen gesorgt. Der texanische Bischof von Tyler, Joseph Strickland, hatte auf Twitter Kritik geäußert: “Habe gerade Netflix abbestellt. Hatte eh keine Zeit, es zu nutzen – aber Gotteslästerer verdienen nicht einen Penny Unterstützung.” Zudem fand eine Online-Petition gegen den Film mehr als zwei Millionen Unterstützer.

Die Satire darf alles, bloß eines nicht: Die Schnauze halten!

© Wolfgang J. Reus (1959 – 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyrike

Wer kann jetzt eigentlich das Gegenteil behaupten, dass Jesus nicht schwul war? Und wenn ja: Was ist daran schlimm? Im 21.Jahrhundert?

“Liebe deinen Nächsten wie dich selbst”, ist also nur eine Floskel? Was ja in sich schon an Satire grenzt.

Bitte Netflix! Den Film nicht aus dem Programm nehmen. Die Brasilianer mögen rechte Idioten und Jesus. Komisch? Wie geht das eigentlich?